Weltweihnachtscircus Stuttgart – Stuttgart, Cannstatter Wasen – 6. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019

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Knie Circuspferde

Das Geheimnis von Frédy Knie Jr. Die besondere Welt der Pferde von Géraldine Katharina

Zirkus-Pferde - Knie Pferde: Ob Vollblutaraber, Palomino, Friese, Achal-Tekkiner, Altér Real, Lipizzaner oder Andalusier - alle Knie Hengste erhalten anfangs dieselbe Ausbildung. Mit viel Geduld und großem Einfühlungsvermögen werden die jungen Tiere im Alter von drei, vier oder (selten) auch mehr Jahren in Rapperswil eingeschult. Das Geheimnis ihres späteren Erfolgs in den unterschiedlichen Disziplinen beruht auf dem hippologischen Verstand von  Frédy Knie Jun. und seiner Familie. Der Circus Knie verfügt in seinem Winterquartier am oberen Zürichsee nicht über jene räumlichen Kapazitäten , die es dem Unternehmen erlauben würden, seinen eigenen Bedarf an Grosspferden selber zu züchten. Bei einer Vielzahl verschiedener Rassen wäre der Unterhalt eines gestütsähnlichen Betriebs aber auch aus anderen Gründen wenig sinnvoll. Das Unternehmen Knie erwirbt seine Pferde zumeist direkt beim Züchter in den Ursprungsländern der jeweiligen Rassen. Oder beauftragt Vertrauensleute mit der Auswahl. Da es sich ausnahmslos um Hengste handelt, werden Frédy Knie Jun. und seiner Tochter Géraldine Katharina immer wieder die gleichen Fragen gestellt: "Ist es nicht unnatürlich, nur männliche Tiere zu halten?" Und: "Leiden Hengste nicht, wenn sie sich nicht fortpflanzen?" Die Antworten lauten: nein. Es ist in einer Sozietät frei lebender Wildpferde (oder wild lebender - verwilderter - Hauspferde) völlig natürlich, dass Junghengste, wenn sie die Geschlechtsreife erlangt haben, vom ranghöchsten männlichen Tier vehement aus der Herde vertrieben werden. In so genannten Junggesellengruppen zusammengeschlossen, warten diese auf die Chance, ihr Erbgut - wenn möglich - in einer anderen Gruppe weitergeben zu können. Dass die Reproduktion nur einzelnen (wenigen durchsetzungsfähigen) Hengsten vorbehalten bleibt, ist eine Einrichtung der Natur. Und auch in der Hauspferdezucht werden, nach strengen Kriterien, ausnahmslos ausgewählte - gekörte - Tiere als Deckhengste (Beschäler) aufgestellt.
Pferde haben im Circus Knie bekanntlich einen hohen Stellenwert. Im diesjährigen Weltweihnachtscircus  Programm wirken sie gleich in zwei verschiedenen Disziplinen mit: Friesen und Palominos, Araber und Achal-Tekkiner in einer von Géraldine Katharina Knie vorgeführten Freiheitsdressur und zwei Brabanter in einem mustergültigen Pas de Deux, ausgeführt von Ivan Pellegrini Knie und Ninel Chsherbakova. Die goldfarbenen Palominos mit den silberweißen Mähnen und Schweifhaaren, Warmblutpferde eines speziellen Farbtyps, die in den USA wohl ihre weiteste Verbreitung gefunden haben, sind ebenso erfahrene Routiniers wie die tiefschwarzen Friesen mit ihrem schön gebogenen, stolz getragenen Hals und dem erhabenen, raumgreifenden Gang. Die Friesen repräsentieren eine seit 1879 rein gezüchtete Rasse, deren eigentliches Zuchtgebiet sich in der niederländischen Provinz Friesland befindet, heute aber überall auf der Welt - von Südafrika bis Japan, von Australien bis Chile - ihre Liebhaber gefunden hat.
Das ruhige angenehme Temperament der Rapphengste kontrastiert in geradezu idealer Weise mit demjenigen ihrer Manegenpartner, die keiner bestimmten Rasse zugeordnet werden, in ihren Adern aber vielfach das Blut von Quarter Horses und Arabern fließen haben. Vereint in einer abwechslungsreichen, gekonnt gestalteten Freiheitsdressur, kurz Freiheit genannt, verschmelzen die in ihrem Wesen unterschiedlichen Pferde zu einem einzigartigen harmonischen Bild. Lorenzo Franconi (geb.1776), der mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Henri in Paris den Cirque Olympique gründete, ab 1830 am Hofe Louis Philipps als hoch angesehener Ehrenstallmeister des Königs von Frankreich und Reitlehrer Ihrer Majestät - der Prinzen und Prinzessinnen der Königlichen Familie - wirkte, gilt als Begründer der Freiheitsdressur. Sie ist eine Weiterentwicklung der Fertigkeit geschulter Pferde, andererseits  ein selbstständiger Zweig der Dressur, bei der unter der Anleitung des mit einem Handstock und einer Peitsche in der Manegenmitte stehenden Tierlehrers die Pferde eingeübte Kunststücke ausführen.

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